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Regionale Aspekte zur Nutzung von Biomasse
DI Josef Bärnthaler

HintergrundHier in der Obersteiermark ist das Rohstoffpotential an Biomasse sehr hoch, der Wald wächst uns beinahe beim Fenster herein. Im Österreichvergleich bestehen noch überdurchschnittlich viele Arbeitsplätze in der Land- und Forstwirtschaft, bei der Holzernte und Waldpflege wird zusätzlich auch Waldhackgut und Brennholz erzeugt.Bei der Holzverarbeitung in der Sägeindustrie entstehen als Nebenprodukte auch Sekundärrohstoffe. Diese werden auch in der Region – von der Fa. Pabst am Standort Holzinnovationszentrum - in einer der modernsten Pelletieranlagen zu Pellets verarbeitet.Österreich ist auch weltweit führend in der modernen Kesseltechnologie für Scheitholz, Hackgut- und Pelletsheizungen. Diese Stärken und Potentiale gilt es in der Region auch entsprechend wirtschaftlich umzusetzen und daraus regionale Kreisläufe zu entwickeln. Für Kunden wie Hauseigentümer, Wohnbauträger, Gewerbebetriebe und Gemeinden stehen geeignete Brennstoffe und Heizanlagen zur Verfügung:

Pellets sind prädestiniert für Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser, mit sehr hohem Komfort durch vollautomatische Heizungen. Die kompakten Pellets werden mit einem Pumpwagen staubfrei in den Lagerraum eingeblasen. Dieser kann durch die hohe Energiedichte der Pellets sehr klein gehalten werden.Waldhackgut wird sehr stark in bäuerliche Betrieben, sowie in Mikronetzen für die Versorgung von Ortskernen und Objektversorgungen eingesetzt. Die Logistik wurde kundenfreundlicher gestaltet, auch für Hackgut steht bereits ein Pumpwagen zur Verfügung.
Brennholz, Ofenholz wird auch in Einfamilienhäusern verwendet, und leistet auch einen wesentlichen Beitrag als Zusatzheizung (Kachelöfen, Kaminöfen)Die Kosten der einzelnen Holzbrennstoffe sind derzeit zwischen 30 % (Pellets) und 50 % (Hackgut) günstiger als Heizöl! Noch dazu bleibt die Wertschöpfung in der Region, die Kaufkraft bleibt bei uns erhalten.

Beispiel
1000 Einfamilienhäuser x 2.500 l Heizöl pro Haus x 0,5 €/l Heizöl ergeben 1,25 Mio € (17,2 Mio ATS) an Jahresheizkosten, dieses Geld fließt nahezu zur Gänze aus der Region, und größtenteils auch aus Österreich ab.Mit Pellets würden die Haushalte um ca. 30 % weniger Brennstoffkosten bezahlen, weil der Brennstoff billiger ist. Das Geld bleibt in der Region. Es werden die Sekundärrohstoffe in der Region genutzt und in Wert gesetzt, die in der Säge- und Hobelindustrie reichlich anfallen. Sie werden in der Region zu Pellets verarbeitet (Pabst) und von regionalen Händlern (Stadlober, Pabst) an die Kunden geliefert. Das sind Arbeitsplätze!

Zusätzlich zu den wirtschaftlichen Vorteilen ergeben sich noch weitere für die Umwelt: Holz verbrennt CO2-neutral, d.h. beim Verbrennen wird nur soviel CO2 freigesetzt, wie die Pflanze im Wachstum aufgenommen hat. Auch die Preisstabilität ist für den Kunden besonders interessant. Holzbrennstoffe unterliegen kleinen Preisschwankungen, wie wir sie vom Heizöl her kennen.

Die Energieagentur Judenburg-Knittelfeld-Murau bietet als Servicestelle auch umfassende Energieberatungen zu Bauen und Heizen, sowie den zugehörigen Förderungen an. Für die Wohnbauförderung und Biomasseförderung für Nichtlandwirte sind wir auch die einzige Fördereinreichstelle in der Obersteiermark.

Natürlich beraten wir sie auch gerne auf der 2. Obersteirischen Bioenergiemesse!


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